Social Media Konzepte für Unternehmen

Samstag 28. Mai 2011 von Kurvensurfer

“Social Media” in aller Munde – ohne dass mir irgendeiner detaillierter über Sinn und Unsinn berichten könnte. Was ist eigentlich “Social Media”? Hierbei geht es in erster Linie um den personenbezogenen Daten- und Informationsaustausch im Internet – aber ist nicht eigentlich alles Personenbezogen? Foren, Gästebücher, redaktionelle Seiten mit Kommentarfunktion? Und so ist der Begriff Social Media eigentlich irreführend und mehr als schwammig definiert.

Beste Unterscheidung ist wahrscheinlich, dass die herkömmlichen medialen Monologe (one to many) immer mehr in mediale Dialoge (many to many) gewandelt werden. (wikipedia)

Als Social Media bezeichnet man also Plattformen, die die User bei der gegenseitigen Kommunikation oder beim interaktiven Austausch von Informationen unterstützen. Hierzu zählen neben den bekanntesten Vertretern wie Facebook oder Twitter auch Skype, Social Bookmark Dienste, Xing oder LinkedIn aber auch die Wikipedia oder die zahlreichen anderen Portale zur gemeinsamen Erarbeitung von Inhalten.

So muss man Social Media auch nochmal unterscheiden in Medien zur Kommunikation und Medien zur Erstellung von “User Generated Content”, also Themenseiten, die in erster Linie Inhalte gestalten und generieren.

Für den User, also die Einzelperson, ist es zumeist irrelevant, was es mit dem Begriff Social Media auf sich hat – die Portale werden einfach genutzt und die Vorteile mittlerweile als Selbstverständlich angesehen. Doch Unternehmen stehen mehr und mehr vor der Herausforderung, sich auch im Bereich “Social Media” zu engagieren und bei “Social Media mitmachen” zu wollen – leider gepaart mit viel Unwissen.

Warum Social Media für Unternehmen?

Für Unternehmen ist in erster Linie der “many to many”-Effekt so interessant, da damit über Social Media ein “viraler Effekt” erzielt werden kann, also die ungesteuerte Verbreitung von Inhalten durch die User. Aber auch das Monitoring und die Kanalisierung der Usermeinung zum eigenen Unternehmen oder den Produkten und Dienstleistungen ist häufig ein Grund, um im Bereich Social Media aktiv zu werden. Und letzlich ist es das Branding und die Gewinnung von Aufmerksamkeit, die über die Social Media Kanäle möglich wird.

Und dennoch: Die direkte Gewinnung von Neukunden oder gar Verkäufen in den sozialen Netzwerken ist zumeist sehr schwierig und sollte auch nicht der treibenden Gedanken hinter den Aktivitäten sein. Allerdings in Zeiten der immer detaillierteren Messbarkeit der Erfolge und des Performance-Marketing tun sich Unternehmen schwer, die Social Media Kanäle NICHT unter Performance-Gesichtspunkten zu bewerten. Doch Marketing im Bereich Social Media bewirkt zunächst vor allem Aufmerksamkeit!

Aber nur wenn die Kanäle konzeptionell bespielt werden, die Maßnahmen abgestimmt erfolgen und vor allem zielgerichtet, nur dann machen Aufwand und Budget für Social Media überhaupt einen Sinn. Dazu gehört natürlich auch, dass die Erfolge gemessen und analsysiert werden.

Das Konzept

Wichtigste Herausforderung ist die Herstellung der Messbarkeit der Erfolge.Hierfür gibt es mittlerweile sehr gute und ausgereifte Werkzeuge und Tools, die zum einen zentral die Administration der Posts und Beiträge ermöglichen und zum anderen auch auf einen Blick die Erfolge sichtbar machen. Beispiele hierfür sind z.B. ping.fm. Die Hamburger Agentur Cramer & Consorten bietet zudem ein Tool an, welches mit Userverwaltung, ausgereiftem Reporting und intuitiver Benutzerführung glänzt. Zudem beinhaltet das Tool auch ein Monitoring-Werkzeug zur zentralen Überwachung der wichtigsten Keywords.

Doch was sind Erfolge? In den Socail Media Kanälen sind Erfolge die generierte Aufmerksamkeit, also die “Views” der Posts, und natürlich die nachgelagerte Interaktion, also zum Beispiel Kommentare, Retweets, Followers oder Fans, Abonnements o.ä.. Hieraus erkennt man schon die wesentlichen Kanäle, die dabei im deutschsprachigen Raum bespielt werden sollten:

  • Blogs
  • E-Mail-Marketing
  • Facebook
  • Twitter
  • Youtube

Dazu kommen noch weitere Microblogs, Social Bookmark Dienste oder Foren/Coommunities. Damit nun nicht das Firmenblog, die Facebook Fanpage, der Twitteraccount und der Youtube-Kanal als Insellösungen betrieben werden, sollte ein Konzept erstellt werden, wie die Kanäle zu befüllen sind – UND wie der User letztlich zum Besuch der Website geführt wird, die auch den Abschluss, die Conversion, generiert, also den Verkauf, die Anmeldung oder ähnliches.

Dabei kommt final jedem Kanal eine eigene Aufgabe zu:

Das Blog ist eine News-Erweiterung der statischen Website, um die Website übersichtlich zu halten und dennoch auf Entwicklungen am Markt oder im Unternehmen einzugehen. Hier findet Text genauso Platz wie Videos, Bilder oder Sound. Dieses ist die ausführlichste Darstellung Ihres Posts.

Bei Facebook posten Sie eine Zusammenfassung Ihres Blog-Posts, oder Sie staffeln den Blog-Post z.B. zeitbasiert oder eventbasiert, so dass der geneigte  “Fan” bei Facebook im Blog den ganzen Artikel lesen kann. Auch ist hier die persönliche Ansprache sehr viel wichtiger, als noch im Blog-Artikel – schließen Sie den Beitrag mit einer Handlungsaufforderung, also “was meint Ihr?” o.ä.

Twitter wiederum ist am kurzweiligsten und ist mit den Zeichen sehr begrenzt. Hier ist sicherlich auch ein höherer Durchsatz an Nachrichten erforderlich, um hohe Aufmerksamkeit zu erreichen. Auch hier gilt der ähnliche Ansatz wie bei Facebook, die Stückelung der eigentlichen Nachricht im Blog kann diverse Twitter Nachrichten generieren, die dann z.B. zeitgesteuert online gestellt werden können.

Und mehr und mehr werden auch Videos wichtiger, um Aufmerksamkeit zu erzielen. Sie sind ein guter Ansatz, um einen viralen Effekt zu erreichen. Aber auch Videos sollten gebloggt oder auch über Facebook verbreitet werden, so dass Youtube als ein sehr spezieller Kanal abseits der anderen drei Kanäle betrachtet werden kann.

Abschließend sollten die Posts über Microblogs, Social Bookmarks und andere Communities, Netzwerke und Foren verbreitet werden. Dieses kann ebenfalls zentral gesteuert werden, so dass der Aufwand hier überschaubar bleibt.

Einbindung der Vertriebstarken Kanäle

Vergessen Sie auch auf keinen Fall, auch über Ihre vertriebstarken Kanle wie die Website, Newsletter, Affiliate-Marketing auf Ihre Social Media Kanäle hinzuweisen und erleichtern Sie es den Usern, Ihrem sozialen Netzwerk beizutreten oder im eigenen Netzwerk auf Ihr Angebot hinzuweisen (z.B. Retweets oder Like-Button). aber auch umgekehrt ist es zum Beispiel sicherlich kein Fehler, wenn der User auf Ihrer Facebook Fanseite auch den Newsletter abonnieren kann.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 28. Mai 2011 um 21:08 und abgelegt unter Marketing. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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